Einen Anbau bauen lassen
Mehr Wohnraum, indem Sie Ihr bestehendes Haus nach hinten erweitern
Möchten Sie Ihr Wohnzimmer oder Ihre Küche mit einem Anbau an der Rückseite Ihres Hauses vergrößern? Ein Anbau kann den bestehenden Wohnraum erheblich verbessern. Aus einer geschlossenen Küche kann eine geräumige Wohnküche werden, ein kleines Wohnzimmer lässt sich zum Garten hin verlängern, und mit einer breiten Schiebetür entsteht mehr Licht und eine direkte Verbindung nach draußen.
Konstruktiv ist ein Anbau jedoch mehr als nur ein neues Volumen hinter dem Haus. Häufig wird die bestehende tragende Rückwand ganz oder teilweise entfernt. Die Last der Geschossdecke und der darüberliegenden Wand muss dann von einem Stahlträger oder Rahmen aufgenommen werden. Gleichzeitig müssen der neue Boden, die Gründung, die Wände und die Dachkonstruktion sicher entworfen werden.
ROMB übernimmt die bauliche und statische Ausarbeitung Ihres Anbaus, von der Gründung und dem Boden bis zum Wanddurchbruch, der Stahlkonstruktion und dem Dach.
Was ist ein Anbau?
Mit einem Anbau (niederländisch uitbouw) ist in der Praxis meist gemeint, dass ein bestehender Raum des Hauses vergrößert wird. Zum Beispiel:
- das Wohnzimmer nach hinten erweitern;
- die Küche vergrößern;
- Küche und Wohnzimmer zusammenlegen;
- eine größere Wohnküche schaffen;
- einen zusätzlichen Essbereich schaffen;
- das Haus zum Garten hin erweitern.
Die bestehende Rückwand wird dabei oft weitgehend geöffnet, sodass das bestehende Haus und die neue Erweiterung einen einzigen Raum bilden. Das unterscheidet einen typischen Anbau von einem separaten Nebenbau, bei dem etwa eine eigene Hauswirtschaftsraum, ein Arbeitszimmer oder ein anderer neuer Raum an das bestehende Haus angebaut wird. Konstruktiv können beide Projekte vergleichbare Bauteile enthalten.
Welche Konstruktionen sind für einen Anbau nötig?
Ein Anbau besteht aus mehreren konstruktiven Bauteilen, die zusammen eine einzige Tragkonstruktion bilden. Denken Sie an:
- Gründung;
- Gründungsbalken;
- Erdgeschossboden;
- Seitenwände;
- Rückwand;
- Stahlträger oder Rahmen;
- Dachkonstruktion;
- Auflager;
- Aussteifungsmaßnahmen.
Außerdem muss die neue Konstruktion an das bestehende Haus anschließen. Die wichtigste Frage ist daher nicht nur: „Welchen Träger brauche ich?“ sondern: „Wie werden alle Lasten der neuen und bestehenden Konstruktion sicher zur Gründung abgeleitet?“
Die bestehende Rückwand durchbrechen
Bei vielen Anbauten ist der Durchbruch der bestehenden Rückwand das wichtigste konstruktive Bauteil. Die Rückwand kann Lasten tragen aus:
- der Geschossdecke;
- der darüberliegenden Wand;
- der Dachkonstruktion;
- Balkenlagen;
- anderen tragenden Bauteilen.
Wird diese Wand ganz oder teilweise entfernt, müssen diese Lasten von einer neuen Konstruktion übernommen werden. Je nach Breite der Öffnung und bestehender Situation kann gewählt werden:
- ein Stahlträger;
- ein Stahlträger mit Stützen;
- ein Stahlrahmen;
- eine zusammengesetzte Stahlkonstruktion.
Wir berechnen, welche Lösung technisch und praktisch geeignet ist.
Stahlträger oder kompletter Stahlrahmen?
Bei einer kleineren Öffnung kann ein Stahlträger manchmal direkt auf ausreichend starkem Mauerwerk aufgelagert werden. Wird nahezu die gesamte Rückwand entfernt, bleibt oft zu wenig Wand übrig, um den Träger sicher zu unterstützen. In diesem Fall kann ein Stahlrahmen nötig sein. Ein Rahmen besteht meist aus:
- einem horizontalen Stahlträger;
- einer oder zwei Stahlstützen;
- Stahlverbindungen;
- Fußplatten;
- eventuellen Gründungsmaßnahmen.
Wir berechnen unter anderem:
- die Last auf den Träger;
- das Biegemoment;
- die Querkraft;
- die Durchbiegung;
- die Stützenkräfte;
- die Auflagerreaktionen;
- die Verbindungen;
- die Last auf die darunterliegende Konstruktion.
Nicht nur der Stahl, sondern der gesamte Lastweg
Eine statische Berechnung endet nicht beim Stahlträger. Die Last muss letztlich zum Baugrund abgeleitet werden:
Daher muss untersucht werden, wo die neuen Stützen oder Auflager landen. Ein schwerer Stahlträger kann für sich stark genug sein, während die Konstruktion darunter nicht genug Kapazität hat. Dann können zusätzliche Maßnahmen nötig sein, etwa:
- ein Betonfundament (Köcher/Sockel);
- ein Gründungsbalken;
- eine örtliche Boden-/Verstärkung;
- ein neuer Gründungspfahl;
- eine zusätzliche Stahlkonstruktion.
Gründung des Anbaus
Die Gründung bildet die Basis der neuen Erweiterung. Welche Gründung nötig ist, hängt unter anderem ab von:
- den Bodenverhältnissen;
- den Abmessungen des Anbaus;
- dem Gewicht der Konstruktion;
- der bestehenden Gründung;
- dem gewählten Boden;
- der Stahlkonstruktion;
- den Punktlasten;
- den örtlichen Verhältnissen.
Mögliche Lösungen sind zum Beispiel:
- eine Flachgründung;
- bewehrte Gründungsstreifen;
- Beton-Gründungsbalken;
- Einzelfundamente;
- Gründungspfähle.
Die richtige Gründungsart muss immer projektspezifisch bestimmt werden.
Anbau auf Pfählen
In Gebieten mit weichem Baugrund, zum Beispiel Teilen von Rotterdam und anderen Teilen der westlichen Niederlande, kann eine Pfahlgründung notwendig sein. Der Anbau kann dann von Gründungsbalken getragen werden, die auf Pfählen ruhen. Dabei werden unter anderem bestimmt:
- die Position der Pfähle;
- die Lasten je Pfahl;
- die Gründungsbalken;
- die Bewehrung;
- die Stützenlasten aus dem Stahlrahmen;
- der Anschluss an den neuen Boden.
Anzahl und Typ der Pfähle können erst verantwortungsvoll festgelegt werden, nachdem Last, Bodendaten und Gründungskonzept beurteilt wurden.
Anschluss an die bestehende Gründung
Eine häufig gestellte Frage ist, ob der neue Anbau einfach an die bestehende Gründung angeschlossen werden kann. Das ist nicht immer selbstverständlich. Das bestehende Haus kann zum Beispiel:
- auf Holzpfählen stehen;
- auf Betonpfählen stehen;
- flach gegründet sein;
- eine Gründung haben, deren Tragfähigkeit nur begrenzt bekannt ist.
Zudem kann der neue Anbau anders auf Setzungen reagieren als das bestehende Haus. Daher muss sorgfältig bestimmt werden, wie beide Konstruktionen aneinander anschließen.
Erdgeschossboden des Anbaus
Auch der neue Boden muss als konstruktives Bauteil entworfen werden. Häufig verwendete Lösungen sind:
- eine EPS-Verbunddecke;
- eine Ziegel-Balken-Decke;
- eine gedämmte Betonplatte;
- eine freitragende Betonplatte;
- eine Holzbodenkonstruktion.
Welcher Boden geeignet ist, hängt unter anderem ab von:
- dem Gründungssystem;
- der Spannweite;
- der verfügbaren Bodenhöhe;
- dem Vorhandensein eines Kriechkellers;
- der gewünschten Dämmung;
- der Fußbodenheizung;
- dem Leitungsverlauf.
Bei einem Anbau über einem Kriechkeller ist eine EPS-Verbunddecke eine häufig verwendete Lösung.
Bodenhöhe und Anschluss ans Wohnzimmer
Ein wichtiger praktischer Punkt ist das Bodenniveau. Der neue Boden besteht oft aus mehreren Schichten:
- der konstruktive Boden;
- die Dämmung;
- die Fußbodenheizung;
- der Estrich;
- der Bodenbelag.
Die Gesamtdicke davon muss vorab mit dem bestehenden Boden abgestimmt werden. Sonst kann nach der Ausführung ein unerwünschter Höhenunterschied zwischen dem bestehenden Haus und dem neuen Anbau entstehen. Wir berücksichtigen die konstruktive Bodenhöhe daher in der technischen Ausarbeitung.
Dachkonstruktion des Anbaus
Ein Anbau erhält oft ein Flachdach. Die Tragkonstruktion kann zum Beispiel bestehen aus:
- Holzbalken;
- Holzbalken mit stählernem Hauptträger;
- zusammengesetzten Holzträgern;
- leichten Fertigteil-Dachelementen.
Bei der Berechnung berücksichtigen wir relevante Lasten aus unter anderem:
- Eigengewicht;
- Dachabdichtung;
- Dämmung;
- Decke;
- Schnee;
- Installationen;
- Solarpaneelen, sofern zutreffend.
Wenn Sie ein Gründach, eine Dachterrasse oder eine andere schwerere Nutzung erwägen, muss dies vorab in den Entwurf einbezogen werden.
Große Schiebetür zur Gartenseite
Viele Anbauten erhalten eine breite Schiebetür, Faltwand oder große Glasfläche. Dadurch entsteht eine offene Verbindung zum Garten, konstruktiv bleibt jedoch weniger massive Wand verfügbar. Über der Tür kann ein Träger nötig sein, um das Dach zu tragen. Auch die verbleibenden Seitenstücke der Wand spielen eine Rolle bei:
- vertikaler Last;
- Windlast;
- Stabilität.
Daher wird die Rückseite des Anbaus als Teil des gesamten konstruktiven Systems betrachtet.
Stabilität des Anbaus
Ein Anbau muss nicht nur vertikale Lasten tragen können. Wind verursacht auch horizontale Kräfte. Diese Kräfte müssen über Dach und Wände sicher zur Gründung abgeleitet werden. Bei einem Anbau mit traditionellen gemauerten Seitenwänden kann die Stabilität oft über diese Wände sichergestellt werden. Bei Entwürfen mit:
- großen Glasflächen;
- schmalen Pfeilern;
- vollständig offenen Wänden;
- begrenzter Wandlänge
kann zusätzliche konstruktive Stabilität nötig sein. Zum Beispiel durch:
- einen Stahlrahmen;
- eine Aussteifungswand;
- konstruktive Beplankung;
- zusätzliche Kopplungen.
Temporäre Abstützung während des Wanddurchbruchs
Bevor die bestehende Rückwand entfernt wird, muss die darüberliegende Konstruktion sicher temporär abgestützt werden. Dafür können zum Beispiel Baustützen und temporäre Unterzüge verwendet werden. Wichtig ist nicht nur, wie viele Stützen nötig sind. Auch muss beurteilt werden:
- worauf die Stützen stehen;
- welche Last sie aufnehmen;
- ob der Boden darunter stark genug ist;
- ob eine Abstützung bis in tiefere Geschosse nötig ist;
- in welcher Reihenfolge die bestehende Wand entfernt wird;
- wann die neue Stahlkonstruktion belastet werden darf.
Bei komplexeren Situationen kann ein gesonderter Abstützplan nötig sein.
Statische Berechnung für den Anbau
Je nach Projekt können wir unter anderem berechnen:
- Gründung;
- Gründungsbalken;
- Gründungspfähle;
- EPS-Decke oder andere Bodenkonstruktion;
- Durchbruch der Rückwand;
- Stahlträger;
- Stahlrahmen;
- Stützen;
- Dachbalken;
- Haupttragende Träger;
- Stabilität;
- Auflager;
- Stahlverbindungen.
Wo nötig, prüfen wir auch relevante Teile des bestehenden Hauses.
Konstruktionszeichnungen für den Bauunternehmer
Die konstruktive Lösung wird in klaren technischen Zeichnungen festgehalten. Darauf können zum Beispiel stehen:
- der Gründungsplan;
- die Positionen der Pfähle;
- Gründungsbalken;
- Bodenträger;
- Spannrichtung;
- Stahlprofile;
- Stützen;
- Fußplatten;
- Dachbalken;
- Bewehrung;
- Schnitte;
- konstruktive Details.
Dadurch weiß der Bauunternehmer nicht nur, welches Profil zu bestellen ist, sondern auch, wie die gesamte Konstruktion auszuführen ist.
Bauzeichnungen für den Anbau
Neben Konstruktionszeichnungen können für Entwurf, Ausführung und eventuell die Genehmigung auch Bauzeichnungen nötig sein. Denken Sie an:
- den bestehenden Grundriss;
- den neuen Grundriss;
- Ansichten;
- Schnitte;
- Lageplan;
- Bemaßung;
- Fenster und Türen;
- Materialien;
- Dachaufbau;
- Anschlussdetails.
ROMB kann die bauliche und konstruktive Zeichnungsarbeit innerhalb eines Auftrags kombinieren. Dadurch kann die Konstruktion bereits während des Entwurfs abgestimmt werden.
Ist ein Anbau genehmigungsfrei?
Das kann sein, aber nicht jeder Anbau ist automatisch genehmigungsfrei. Unter dem niederländischen Umweltgesetz (Omgevingswet) wird zwischen dem technischen Teil des Bauens und dem raumordnerischen Teil unterschieden. Ein zugehöriges Bauwerk kann nach dem Bbl für den technischen Teil genehmigungsfrei sein, wenn unter anderem Bedingungen erfüllt sind wie:
- auf dem Boden gebaut;
- höchstens 5 Meter hoch;
- kein Aufenthaltsbereich in einem zweiten Geschoss oder höher;
- keine Dachterrasse, kein Balkon oder andere nicht ebenerdige Außenfläche.
Eine konstruktive Änderung, die Teil eines solchen genehmigungsfreien Anbaus ist, etwa ein Durchbruch in der bestehenden Rückwand, kann für den technischen Teil ebenfalls genehmigungsfrei sein. Für den raumordnerischen Teil muss zusätzlich geprüft werden, ob das Vorhaben in die Regeln des kommunalen Umweltplans passt. Von Bedeutung können unter anderem sein:
- der rückwärtige Grundstücksbereich;
- der Abstand zu öffentlich zugänglichem Gebiet;
- die Fläche bestehender Bebauung;
- die Bauhöhe;
- der Abstand vom ursprünglichen Haus;
- Denkmal oder geschütztes Ensemble.
Daher muss die Genehmigungspflicht immer für die konkrete Adresse und den Entwurf über das Omgevingsloket geprüft werden. Auch wenn keine Umweltgenehmigung nötig ist, muss der Anbau den anwendbaren technischen Regeln des Bbl entsprechen.
Warum auch bei genehmigungsfreiem Bauen statische Berechnungen?
Genehmigungsfrei bedeutet nicht konstruktionsfrei. Ein Bauunternehmer muss weiterhin wissen:
- welches Stahlprofil nötig ist;
- wie groß die Gründung sein muss;
- welche Bodenträger anzuwenden sind;
- wie die Dachkonstruktion ausgeführt wird;
- wie die Lasten abgeleitet werden.
Das Bbl stellt zudem weiterhin technische Anforderungen an das Bauwerk. Statische Berechnungen sind daher nicht nur für die Kommune gedacht, sondern vor allem für eine sichere und überprüfbare Ausführung.
Bauliche und konstruktive Anschlüsse
Bei einem Anbau treffen das bestehende Haus und die neue Konstruktion buchstäblich zusammen. Daher widmen wir unter anderem Aufmerksamkeit:
- Konstruktiver Anschluss — wie werden neue und bestehende Konstruktionsteile abgestützt und gekoppelt?
- Bodenanschluss — wie wird ein ebener Übergang zwischen bestehendem und neuem Boden erreicht?
- Wandanschluss — wie schließen die neuen Seitenwände an das bestehende Mauerwerk an?
- Dachanschluss — wie wird das Dach konstruktiv und baulich an das bestehende Haus angeschlossen?
- Thermischer Anschluss — wie werden Wärmebrücken bei Boden, Wand und Dach möglichst begrenzt?
Diese Details sind wichtig, um Probleme während und nach der Ausführung zu vermeiden.
Entwässerung und Installationen
Ein Anbau wird regelmäßig mit einer neuen Küche kombiniert. Dadurch können auch technische Installationen geändert werden. Denken Sie an:
- Entwässerung;
- Wasserleitungen;
- Elektrik;
- Fußbodenheizung;
- Lüftung;
- Regenwasserableitung.
Leitungen und Aussparungen müssen abgestimmt werden auf:
- Gründungsbalken;
- Bodenträger;
- Stahlkonstruktionen;
- tragende Wände.
Eine Leitung nachträglich durch einen konstruktiven Träger zu führen, ist nicht ohne Weiteres möglich. Daher empfehlen wir, wichtige Leitungswege früh im Entwurf festzulegen.
Tageslicht und Lüftung
Ein tiefer Anbau kann das Tageslicht im bestehenden Teil des Hauses beeinflussen. Daher spielen unter anderem folgende Entwurfsentscheidungen eine Rolle:
- die Breite der rückwärtigen Tür;
- die Höhe der Verglasung;
- Dachlichter;
- ein Lichtband;
- die Raumaufteilung.
Auch Lüftungsvorkehrungen müssen auf die neue Situation abgestimmt werden. Wenn bauphysikalische Berechnungen für das Projekt nötig sind, können diese ergänzend erbracht werden.
Zuerst Zeichnungen machen oder zuerst einen Bauunternehmer wählen?
Ein Bauunternehmer kann anhand Ihrer Wünsche eine grobe Preisangabe geben. Für ein gut vergleichbares und technisch zuverlässiges Angebot ist es jedoch ratsam, zuerst zu klären, was tatsächlich gebaut werden soll. Mit Bau- und Konstruktionszeichnungen wissen Bauunternehmer zum Beispiel:
- wie viel Stahl nötig ist;
- welche Gründung angewendet wird;
- welches Bodensystem verwendet wird;
- wie groß der Wanddurchbruch wird;
- wie das Dach ausgeführt wird.
Dadurch werden Angebote untereinander besser vergleichbar und die Wahrscheinlichkeit unerwarteter Mehrarbeit während des Baus sinkt.
Unsere Arbeitsweise
- Ihre Pläne beurteilen. Sie senden uns die Projektadresse, verfügbare Zeichnungen, Fotos und die gewünschten Abmessungen des Anbaus.
- Bestehende Situation untersuchen. Wir betrachten relevante Daten zu Tragkonstruktion, Boden, Rückwand, Gründung und früheren Umbauten.
- Baulicher Entwurf. Wo Teil des Auftrags, arbeiten wir den neuen Grundriss, die Ansichten und Schnitte aus.
- Konstruktiver Entwurf. Wir bestimmen das Prinzip für Gründung, Boden, Wanddurchbruch, Stahlkonstruktion und Dach.
- Berechnungen. Die relevanten Konstruktionsteile werden durchgerechnet.
- Konstruktionszeichnungen. Wir erstellen einen klaren technischen Satz für die Ausführung und, falls nötig, die Beurteilung durch die Kommune.
- Abstimmung und Genehmigung. Wo vereinbart, stimmen wir die Konstruktion mit Bauunternehmer, Architekt oder Kommune ab und begleiten den erforderlichen Antrag.
Ein zusammenhängender Entwurf
Bei einem Anbau sind die einzelnen Konstruktionsteile stark miteinander verbunden. Ein breiterer Wanddurchbruch bedeutet zum Beispiel oft:
Auch ein anderer Boden oder ein größeres Dach kann die Gründung beeinflussen. Daher berechnen wir nicht nur isolierte Teile, sondern betrachten den gesamten Lastweg des Anbaus. Das ergibt eine Konstruktion, die nicht nur theoretisch stark genug ist, sondern auch praktisch ausgeführt werden kann.
Für allgemeine Bauberatung oder Projekte außerhalb unserer konstruktiven Spezialisierung arbeiten wir mit Aboss Bouwadvies zusammen.
Häufig gestellte Fragen zu einem Anbau
Was ist der Unterschied zwischen einem Nebenbau und einem Anbau?
Im täglichen Gebrauch verschwimmen die Begriffe. Mit einem Anbau ist meist gemeint, dass ein bestehender Raum, etwa Wohnzimmer oder Küche, vergrößert wird. Ein Nebenbau kann auch einen neuen, separaten Raum bilden.
Kann ich die gesamte Rückwand entfernen?
Das ist oft technisch möglich, aber in der Regel ist eine berechnete Stahlkonstruktion nötig. Bei großen Öffnungen kann ein Stahlrahmen notwendig sein.
Brauche ich immer eine neue Gründung?
Für den neuen Teil ist eine geeignete Gründungslösung nötig. Welche Gründung geeignet ist, hängt von Baugrund, Last und bestehender Situation ab.
Kann mein Anbau an die bestehende Gründung angeschlossen werden?
Das muss je Projekt beurteilt werden. Bestehende Gründung, neue Last und Setzungsverhalten spielen dabei eine Rolle.
Welcher Boden ist für einen Anbau geeignet?
Unter anderem eine EPS-Verbunddecke oder eine gedämmte Betonplatte kann angewendet werden. Die Wahl hängt von Gründung, Spannweite und gewünschtem Bodenaufbau ab.
Ist für einen Anbau immer eine Genehmigung nötig?
Nein. Unter Bedingungen kann ein Anbau für den technischen und/oder raumordnerischen Teil genehmigungsfrei sein. Beide Teile müssen für das Projekt getrennt geprüft werden.
Ist eine statische Berechnung nötig, wenn ich genehmigungsfrei baue?
Ein genehmigungsfreier Anbau muss dennoch konstruktiv sicher sein und dem Bbl entsprechen. Für tragende Teile sind Berechnungen daher oft für eine verantwortungsvolle Ausführung nötig.
Wie weiß ich, welches Stahlprofil nötig ist?
Das kann nicht allein anhand der Breite der Öffnung bestimmt werden. Auch Bodenlasten, darüberliegende Wände, Auflager, Stützen und Gründung müssen beurteilt werden.
Können Sie auch Gründungspfähle berechnen?
Wenn eine Pfahlgründung Teil des Entwurfs ist, können wir die Lasten und das konstruktive Gründungskonzept einbeziehen. Eventuell nötige Sondierungen oder spezielle Bodendaten werden dabei berücksichtigt.
Können Sie die Bauzeichnungen und die statischen Berechnungen machen?
Ja. Wir können sowohl den baulichen als auch den konstruktiven Teil eines Anbaus übernehmen.
Können Sie eine bestehende Zeichnung meines Architekten verwenden?
Ja. Wir können die konstruktive Ausarbeitung auf bestehenden Bauzeichnungen aufbauen und wo nötig mit dem Architekten abstimmen.
Arbeiten Sie auch mit meinem Bauunternehmer zusammen?
Ja. Technische Fragen zur Konstruktion können wo nötig mit Bauunternehmer, Stahlbauer oder anderen beteiligten ausführenden Parteien abgestimmt werden.
Möchten Sie einen Anbau bauen lassen?
Möchten Sie Ihr Wohnzimmer oder Ihre Küche vergrößern und wissen, welche Konstruktion, Gründung und Stahllösung dafür nötig sind?
Senden Sie uns die Projektadresse, bestehende Zeichnungen, Fotos der Rückseite, die gewünschten Abmessungen des Anbaus und eventuell bereits erstellte Entwurfszeichnungen. Wir können dann beurteilen, welche Bauzeichnungen, statischen Berechnungen und technischen Dokumente für Ihr Projekt nötig sind.